Vergangene Auftritte

     2017

Herbstkonzert in Friedersdorf

Mit „Alta Trinita beata“ auf den Lippen, bewegten sich die Sängerinnen und Sänger durch die beiden Kirchengänge im voll besetzten Gotteshaus gemessenen Schrittes zum Altarraum und nahmen ihre Aufstellung ein. Der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde begrüßte mit warmen Worten die Gäste und den Gemischten Chor Königs Wusterhausen zum Herbstkonzert. Danach erklangen an diesem Freitagabend „Viele verachten die edele Musik“ aus dem 18. Jahrhundert und deutsche Volkslieder. „Jome, Jome, spiel mir ein Liedele“ folgte und die unermüdlichen treuen Zuhörer des Chores registrierten sofort, dass dies Liedele erstmal vom Chor im Konzert erklang. Über das Jidisch ging es zu Ungarisch und weiter. Unsere Moderatorin, Ronni Krzyzan, kündigte Friedenslieder an, eines in Hebräisch und aus der DDR-Zeit „Der einfache Frieden“, dies beschwerlich Ding seit über tausenden von Jahren.

Am Klavier begleitete den Chor Irina Waldow, die auch noch ein Solo gab. Diese Pianistin kommt jetzt öfter, denn der Chor konnte sich mit Unterstützung von Spenden ein eigenes Klavier kaufen.

Ja, Liebeslieder dürfen auch nicht fehlen, wo kämen wir denn ohne Liebe hin. Obwohl schon Herbst wurde noch zweifach der Kuckuck besungen. Nach den ersten nächsten Tönen hörten alle, es geht weit nach Osten. „Der Dnjepr“ erklang und hier gab es, glaube ich, den lebhaftesten Beifall. Andreas Wiedermann, wie immer unser bewährter Dirigent, meint, wir hätten es leicht. Wir brauchten nur so singen, wie er es uns zeigt. Und so versuchen wir´s vom Chor immer wieder.

Die Absage erfolgte und der Abend endete programmgemäß mit Bachs Festchor „Freut euch alle!“ Applaus aus mehr als hundert Händepaaren. Die hinteren Reihen hatten sich dazu sogar erhoben. Da musste eine Zugabe her: Die Frauen begannen mit dem Kanon „Herr, bleibe bei uns“ und die Männer und alle Gäste stimmten mit „Der Mond ist aufgegangen“ gemeinsam dazu ein.

Ein Abend, der uns allen in guter Erinnerung bleiben wird. Wir vom Chor bedanken uns bei den Gästen und der Kirchgemeinde.

Karl Sauer

22.09.2017

Foto: Peter Fruck

Chorplakat Herbstkonzert Friedersdorf 22.09.2017

 Wir sangen gemeinsam mit den Bernauer Sängern und dem Gemischten Chor Berlin-Pankow in der Str. Trinitatiskirche Finsterwalde.

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Mehr zum Chorfest unter:

http://www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/finsterwalde/Stimmgewalt-bei-froehlichem-Fest;art1057,6054913

http://www.chorverband-brb.de/

Finsterwalde feiert - Ein Video von Peter Eckenigk (Link: https://www.youtube.com/watch?v=p-jq_v8q75I)

Wir sangen in der Waschhalle der Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn

Dorfstr. 15, 15566 Schöneiche bei Berlin

Waschhalle

Die MOZ schreibt über das Musikfest: http://www.auff.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1572042/

https://www.musikfest-schoeneiche.de/

GC KW und LJAO

Gemischter Chor mit vielseitigem Programm von Uta Schmidt (MAZ 16. Januar 2017)

Das Konzert zum neuen Jahr des Gemischten Chors Königs Wusterhausen kommt bei den Besuchern stets sehr gut an. In diesem Jahr gab es eine Neuerung. Der Chor trat gemeinsam mit dem Landesjugendakkordeonorchester auf.

Eine musikalische Überraschung bot das beliebte „Konzert zum Neuen Jahr“ des Gemischten Chors Königs Wusterhausen am Sonnabend in der Kreuzkirche: Die Sänger hatten sich zur Verstärkung das Landesjugendakkordeonorchester Brandenburg eingeladen, um bei der dritten Konzertauflage einen großen Spannungsbogen und Musikgenuss zu präsentieren.

Dieser reichte von Georg Friedrich Händels Menuett aus der „Feuerwerksmusik“, „Alles, was Odem hat“, über einen Satz von Antonio Vivaldis „Concerto d-moll“ bis zu Volksliedern wie „O Tannenbaum“ und Swing wie „Take The A-Train“ von Billy Strayhorn.

Generalprobe ließ aufhorchen

„Ich habe im Präsidium des Brandenburgischen Chorverbandes mitgearbeitet und dadurch Kontakte zum Landesmusikrat. So lernte ich das Landesjugendakkordeonorchester kennen und habe überlegt, wie sich unsere Repertoires ergänzen könnten“, erzählte Ronni Krzyzan vom Vorstand des Chorvereins über diese neue Zusammenarbeit. Orchesterleiter Volker Gerlich bestätigte: „Für uns ist es das erste Mal, dass wir zusammen mit einem Chor auftreten. Musik verbindet.“

Eine Premiere, bei der vor allem die zahlreichen Konzertbesucher voll auf ihre Kosten kamen. Bereits die halbstündige „Generalprobe“ vor Konzertbeginn, bei der Chor und Orchester erstmals zusammen musizierten, ließ aufhorchen. „Das hat von Anfang an ganz gut geklappt“, so Krzyzan. Gemeinsam brachten beide Klangkörper das Stück „Es geht ganz sacht auf früh“ zu Gehör.

Sangesstärke ist gewachsen

Der 1974 gegründete Gemischte Chor Königs Wusterhausen traf wieder mit seiner Liedauswahl – vom ukrainischen Volkslied bis zum modernen Liedgut wie „Der einfache Frieden“ und „Es sind die alten Weisen“ – den Geschmack seines Publikums und demonstrierte unter der Leitung von Andreas Wiedermann gewachsene Sangesstärke und künstlerische Sensibilität. Ein Dreivierteljahr lang wurde zum Beispiel am anspruchsvollen, erstmals vorgetragenen Lied von Johann Jeep aus dem 17. Jahrhundert „Musica, die ganz liebliche Kunst“ gefeilt, wie Ronni Krzyzan verriet. Die Vorstandsfrau führte gemeinsam mit Florian Kießling durch das Programm unter dem Motto „Und hört nicht auf zu singen“. Lieder würden die Tür zum eigenen Ich und zu anderen Menschen öffnen, so die Moderatoren, die ebenso Lyrik zum Neujahr vortrugen.

Ins Schwärmen über die Programmauswahl und die künstlerische Qualität von Chor und Orchester geriet Manfred Werner aus Königs Wusterhausen. „Wir sind das erste Mal beim Neujahrskonzert in der Kreuzkirche dabei, kennen aber den Chor von Auftritten aus dem Begegnungszentrum in Diepensee und schätzen seinen Gesang“. Der Gemischte Chor habe sich in den vergangenen Jahren ein großes Stück weiterentwickelt und sei facettenreicher geworden, schätzte er an der Seite von Ehefrau Hannelore ein. Als „Fan“ des Chores bezeichnete sich Detlef Müller aus Berlin. Er besuche zweimal pro Jahr die Auftritte, weil die Musikauswahl ganz nach seinem Geschmack sei. Auch Dagmar Irmer aus Berlin schätzte die Sangesqualität. „Ich singe selbst in einem Potsdamer Chor mit und weiß, wie viel Arbeit in einem so anspruchsvollen Programm steckt“.

In den kommenden Wochen bereiten sich die Mitglieder des Gemischten Chors auf zahlreiche Auftritte in Brandenburg wie beim Chorfest des Brandenburgischen Chorverbandes in Finsterwalde vor. Mit Spannung wird schon der Auftritt in der Kreuzkirche zur Eröffnung des Schlossfestes am 7. Juli in Königs Wusterhausen und zum Stadtchortreffen am 23. Juli in Zeesen erwartet. Sangesfreudige Männer und Frauen – vor allem Tenöre – sind als künftige Chormitglieder gern gesehen. Geprobt wird im Gemeinschaftshaus von Diepensee.

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Das Landesjugendakkordeonorchester Brandenburg, Leitung: Volker Gerlich

     2016

Chor 28.11

3 Tage Adventsmusik – von Ronni Krzyzan

Gerade eben saßen wir noch im Probenraum im KIEZ am Hölzernen See bei strahlendem Oktober-Sonnenschein und übten die für uns neuen Chorsätze von Friedrich Czaja zu „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ und Helmut Bogenhardt’s „Fröhliche Weihnacht überall“. Da waren die Adventstage noch so weit weg. Dann vergingen die Wochen wie im Flug und schon spazierten wir über den liebevoll vom Heimatverein geschmückten Markt auf dem Schenkendorfer Kirchhof.
Gut gefüllt und warm geheizt empfing uns die kleine Dorfkirche und wir füllten sie mit Klängen deutscher und internationaler Lieder. Naturbeschreibung und Adventsbegrüßung waren die Themen dieses Konzertes vor dem 1. Advent. Wir genossen die gute Stunde, die Dank Inge Steinke mit Kaffee und Stolle gut eingestimmt wurde.
Dann war es wieder einmal Zeit „DANKE“ zu sagen an den Trägerverein des Dorfgemeinschaftshauses Diepensee, vertreten durch den Vorsitzenden, Herrn Gleißner und ganz persönlich an Christel und Robert Retzlaff für ein weiteres Jahr Nutzung des Probenraumes. Unsere Sängerinnen hatten 22 Kuchen aufgefahren, die nicht nur unter den Gästen reichlich Absatz fanden. Dank der „Verteilerinnen“ Ursula, Angelika und Sigrid blieb nur wenig übrig. Nach einer guten Stunde blieb für alle noch ein wenig Zeit für Ausklang, Wiedersehen und schöne Gespräche.
Kaum war das Wochenende Geschichte, kam der Montag und der „Weihnachtszauber“ auf dem Gendarmenmarkt wartete auf uns. Gut gelauntes Publikum empfing uns glühweintrinkend an der Bühne. Bei „Knusper, Knusper, Knäuschen“ sangen dann alle mit. Für uns dann noch Zeit, etwas von dem Zauber des wunderschönen Platzes in Berlin zu genießen bevor uns der Bus von Rainer Riese aus Groß Köris wieder nach KW brachte. Kalt war es – aber schön!

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Gedanken zu unserem Herbstkonzert am 8. Oktober in der Christuskirche Groß Köris

von Hannelore Wunderlich

Es war das erste Konzert unseres Chores in der Christuskirche  Groß Köris. Die schöne Kirche, 1914 - 1916 im Heimatstil erbaut, ist die Jubilarin dieses Jahres, gefeiert  mit einer Reihe anspruchsvoller kultureller Ereignisse, deren Abschluß unser Konzert am 8. Oktober 2016 bildete. Die Vorfreude auf diesen Auftritt, der von  unserer in Groß Köris beheimateten  Altistin Roswitha Guhn initiiert wurde und sofort auf Gegenliebe stieß, war bei allen groß.

Uns erwartete ein Nachmittag voller Überraschungen und schöner Erlebnisse. In der Sakristei wurden leckere Torten und Kuchen aufgeschnitten - Kaffee duftete.

Im Kirchenschiff ging der Blick ehrfürchtig an die Decke mit dem wunderschönen, aufwendig restaurierten Sternenhimmel.

Der Pfarrer der Gemeinde Groß Köris, Nico Steffen, begrüßte uns sehr herzlich und  wünschte den zahlreichen Gästen eine Stunde voller  Hörgenuß.

Bruremarsj erklang - immer wieder schön als Auftaktgesang mit den 4 tollen Sopranstimmen.

Die nächsten Minuten gehörten dann unseren Moderatoren Ronni und Florian. Sie bereichern jedes Konzert mit ihrem Charme und Humor, der tollen Rhetorik, der zu den Liedinhalten passenden Sprache, ihrem Geschick  bei der Auswahl der Literaturl und nicht zuletzt mit ihrem harmonischen Auftreten.

Ronni verbindet ihren Willkommensgruß an das Publikum mit einem Herbstgedicht von Eduard Möricke und fügt hinzu: "der hierher unterwegs gewesen sein muß zu Ihnen nach Groß Köris  - malerisch gelegen zwischen Wäldern und Seen" und trifft damit den Nerv der Konzertgäste.

Besonders herzlich begrüßt werden Annetraut Lisse, Schatzmeisterin des Brandenburgischen Chorverbandes und Dörte Ziemer, stellv. Vorsitzende des Sängerkreises KW.   

Für Carmen Bachmann und Hannelore Wunderlich war es eine besondere Ehre, für 30 Jahre bzw. 20 Jahre "Singen im Chor" von den beiden prominenten Sängerinnen mit Urkunden und Blumen ausgezeichnet zu werden.

Die ersten 4 Lieder werden von unserer Moderatorin angekündigt mit der charmanten Aufforderung an das Publikum, Melodien und Texten aus alter und neuer Zeit zu lauschen, sich auf Lieder zu freuen, die ihr Leben begleitet haben und gemeinsam eine schöne Stunde Musik zu genießen.

Dank unserer Dirigenten Andreas und Stefanie, unserer Freude am Singen - ganz besonders zu diesem schönen Anlaß und vor diesem dankbaren Publikum - wurde das Konzert wirklich ein Genuß. Das Programm mit seinen 22 Liedern war wie immer sorgfältig ausgewählt und enthielt drei Premierentitel. Der Beifall war herzlich und lang anhaltend, der Zugabetitel "Nkosi sikelela" überraschte das Publikum. "Dona nobis pacem" als Mitsingekanon wurde gern angenommen.

Ein ganz großes Lob waren die Schluß- und Abschiedsworte der Vorsitzenden des Fremdenverkehrs- und Tourismusverbandes Schenkenland, Jutta Spigalski. Sie hatte den Hut auf bei allen Veranstaltungen der Jubiläumsfestwoche und traf auch die organisatorischen Vorbereitungen für unser Konzert. Mir klingt noch immer ihr Satz in den Ohren: "Früher wäre man hochgesprungen vor Freude. Heute sage ich: Euer Chor war Spitze. Ich werde alle kommenden Konzerte dieses Jahres besuchen." Frau Spigalski wünscht auch ein Wiedersehen und Wiederhören in Groß Köris und hat schon terminliche Vorstellungen.

Plakat 01.10.2016

                 

           

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Danke, liebe Sänger des Potsdamer Männerchores 1848 e.V. für die Einladung zu Ihrem Herbstkonzert.

Es war ein beeindruckendes Erlebnis, in diesem Saal singen zu dürfen. Mit der Combo des Landespolizeiorchesters haben Sie einen hochmusikalischen und routinierten Begleiter gefunden.

Wir danken, dass auch wir zwei unserer Titel mit ihnen  gemeinsam musizieren durften.

Und Danke auch an Nikolaus Gröbe, der charmant und informativ durch den Abend führte und so wunderbar

verbindende Worte fand.

offenes Chorsingen am 20.06.2016

Dankeschön, dass Sie da waren - 14 Damen und 1 Herr haben  unsere Probe am 20. Juni besucht und sind bis zum Schluss geblieben. Sie haben mit uns den ukrainischen Text der 1. Strophe des "Dnepr" gelernt. Sie haben verfolgen können, dass ein Kanon auch 10stimmig gesungen werden kann. Eine besondere Freude war es uns, Wiltrud Möbis-Schmiedl von der Stadtverwaltung und Gudrun Lassmann, Schatzmeisterin des Sängerkreises begrüßen zu können.

Und nun hoffen wir, dass Sie alle auch am kommenden Montag zu uns finden und genauso viel Spaß am Singen haben, wie wir.

Foto Chortreffen

Das Chortreffen auf Wanderschaft - erstmals nicht auf dem KWer Kirchplatz sondern in Senzig. Aber kein Problem - die Fans der Chormusik kamen auch dorthin. Kein Platz blieb frei. Sieben Chöre boten eine Mischung aus Klassik, Volkslied und Gospel.

Stefanie Haupt führte uns "Über den See" und so gestalten wir als letzter Chor den Abschluss des Tages. Hoher Besuch kam unangekündigt: Friedrich Wilhelm I. alias Mike Sprenger mit Gefolge.

Wir freuen uns auf Zeesen am 23. Juli 2017!

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Danke sagen wir den Sängerinnen & Sängern des Gemischten Chores Berlin-Pankow für das Konzerterlebnis

und den wundervollen Abend.

Eingeladen vom Pankower Gemischten Chor zum 70-jährigen. Und diese üben inzwischen ebenfalls unter der Leitung von Andreas Wiedermann. Die Partnerchöre der Pankower trafen sich in der Kapernaum-Kirche in Berlin-Wedding. Zeitig und planmäßig erfolgte Stellprobe und Einsingen mit den Gastgebern. Dazu kamen noch Sängerinnen und Sänger aus Dresden, aus Penzlin in Meck-Pom, den Niederlanden und aus Weißensee.

Der Gemischte Chor Pankow von der Bühne, alle anderen vom Platz in den Kirchenbänken, sangen „Da pacem domine“, der Ruf nach Frieden. Dann ließen die Pankower hören, was klingt. Der „Neue Chor Dresden“ folgte mit Liedern. Dem schlossen sich die Männer aus Penzlin und aus  Holland an, nur kurz allerdings, wenn wir ihnen Glauben wollen.

Dann waren wir an der Reihe und gingen mit dem Hochzeitsmarsch singend unter Stefanie Haupts Leitung und Stimme auf die „Bühne“. Dort erklang nun „Komm im Sommer“ für das Brandenburger Land, wir fuhren auch froh im Nachen und scherzend über den See, allerdings nur mit einer hölzern Wurzel. Wobei, auf dem Wagen dann sangen die jungen Mädchen durch´s Städtchen. Den Abschluss für uns bildete „Nkosi sikelela iAfrika“, die Hymne aus dem südlichen Afrika. Trotz starkem Beifall, keine Zugabe. Die Zeit war knapp. „Liedgut e.V.“ stand bereit. Dann kamen die Pankower Jubilare noch einmal, für uns ein weiterer Ohrenschmaus. Vor allem, da wir mit ihnen doch auf der Bühne den Festchor von Bach „Freut euch alle“ singen durften. Alle hier im Haus sangen gemeinsam „Dona nobis pacem“ zum Abschluss.

Ein geselliges Zusammensein mit organisiert gemischter Sitzordnung hat anschließend für die Chöre zum besseren Kennenlernen sehr gut beigetragen.

Fotos Chor Konzert Emmaus Kirche 22.05.2016

Zwischen Faust und launiger Forelle – Brandenburger Chöre in Kreuzberger Kirche

(Von Peter Buske, MOZ vom 24. Mai 2016)

Wer zehn Jahre mit einem oder mehreren Partnern verbandelt ist, darf die Rosenhochzeit feiern. Dem erfahrenen Chordirigenten Andreas Wiedermann ist solches Glück widerfahren. Zu seinen Ehren haben sich der Kammerchor „Leo Wistuba“ Hennigsdorf, die Bernauer Sänger und der Gemischte Chor Königs Wusterhausen am Sonntag zu einem Festkonzert in die akustisch ganz vorzügliche, sich als frequentierter Kieztreffpunkt offenbarende Kreuzberger Emmaus-Kirche eingeladen.

Gemeinsam erklangen aus 130 sangeslistigen, überaus geschmeidigen und klangschön präparierten Kehlen anspruchsvolle Chöre aus Opern und Oratorien, während die Singleformationen mit deutschen und internationalen Volksliedern, Gospels sowie modernen Chorsätzen von ihren Repertoirevorlieben kündeten.

Faszinierend, wie Wiedermann es verstand, mit betont körperlichem Einsatz die Sänger anzuspornen. Das unüberhörbare Ergebnis seiner Bemühungen bei allen drei Chören: die Fülle des Wohllautes, die saubere und sichere Intonation, die Natürlichkeit des Vortrages, ihre Homogenität sowie begeisterte und begeisternde, schier grenzenlose Sangeslust. Oder ihr gestalterischer Witz, mit dem sie einigen Kompositionen manches überraschende Sahnehäubchen aufsetzten. In Irina Waldow hatten alle eine exzellente Tastenmitgestalterin. 

Chorstimmen erfüllten Teupitz von Dörthe Ziemer

08.06.2016

Am Ufer des schönen Teupitzer Sees haben Anfang Juni Teupitzer Kultur-Akteure und der Vorstand des Sängerkreises Königs Wusterhausen das Kreis-Chorfest „Teupitz singt“ ausgewertet. Bei bestem Biergartenwetter konnten sie dabei noch ein wenig von der Stimmung erleben, die während des Chorfestes am 21. Mai die Stadt Teupitz erfüllt hat. Es waren nämlich auch der zauberhafte Charme des verschlafenen Städtchens und die Idylle des Wassers, die den Chortag zu einem wahren Stadtfest gemacht haben.

Vor allem aber waren es die musikalischen Akteure, die Teupitz für einen Tag lang zu einer Stadt der Stimmen werden ließen. Am Morgen hatten hunderte Kehlen in der voll besetzten Heilig-Geist-Kirche den Tag mit dem Kanon „Bruder Jakob“ in vier Sprachen begonnen – darunter Arabisch, das seit dem Einzug von Geflüchteten in die Unterkünfte in Egsdorf und Massow vermehrt im Amt Schenkenländchen zu hören ist.

Anschließend gehörte die Kirche den Chören, zunächst den einheimischen: dem Chor der Grundschule „Teupitz am See“ und dem Kirchenchor. Anschließend präsentierten sich elf Chöre des Sängerkreises Cottbus. Jedes Ensemble wusste sein Publikum mitzureißen – ob mit fetzigen Popsongs und Gospels, ruhig-nachdenklichen klassischen Chorliedern, fröhlichen Volksliedern oder kraftvollen Männerchorsätzen.

Parallel zum Gesang in der Kirche erschallten die Stimmen der Sänger über den Teupitz-See – vom Dampfer der Dahme-Schifffahrt aus oder von der Seebrücke am Fontanepark oder dem Tuptzer Hafen. Auf dem Weg zwischen Dampfer und Kirche präsentierten Teupitzer Künstler ihre Werke und Kreative zeigten ihr Handwerk. Stadtchronist Lothar Tyb’l führte vom sonst unzugänglichen Schlosshof aus durch die Stadt und machte – ganz passend – die Musik in Teupitz zum Hauptthema seines Vortrags. Helga Winkler erklärte Teupitzer Stadtgeschichte am Teupitzer Bilderbogen vor dem Rathaus. So waren die Künste und die Historie der Stadt ein passender Begleiter des musikalischen Treibens im Ort.

Dies fand seinen Höhepunkt beim Abendliedersingen im Fontanepark. Die Schenkenland-Big-Band war spielbereit, als die letzten Sänger aus der Kirche strömten. Es war das erste Mal, das die in der Region so bekannte wie beliebte Band und die vielen Sänger in dieser Form zusammenarbeiteten. Es gab den ein oder anderen Moment, der hätte besser laufen können. Doch der Sound der Big Band, die stimmungsvollen Lieder, darunter Popsongs wie „Jugendliebe“ und Klassiker wie „Der Mond ist aufgegangen“, und die wundervolle Abendsonne erzeugten ein wohl einmaliges Flair. Und die Aufführung des Teupitz-Liedes „Die Liebe erwacht am Teupitzsee“ von Carl Alfredy (1928) war einer der Höhepunkte des Tages.

Gelungen – war denn auch das Fazit der Veranstalter und Verantwortlichen vor Ort. Der Sängerkreis-Vorstand war froh, nach einem etwas zähen Anlauf bei den Vorbereitungen am Ende auf so unkomplizierte und begeisterungsfähige Akteure vor Ort gestoßen zu sein. Die Akteure selbst wurden für ihre Mühen – Kuchenbacken, Grillwürste braten usw. – mit großem Zuspruch durch die Besucher belohnt. Unser Dank gilt deshalb allen, die ihren Teil zum Werden und Gelingen dieses Festes beigetragen haben.

Ein Gradmesser für das Gelingen ist es, wenn Sänger und Einheimische gleichermaßen zufrieden mit der Veranstaltung sind. Die Sänger haben sich, so meinten viele am Abend, in Teupitz sehr wohl, willkommen und gut aufgehoben gefühlt. Ihr Dank waren die bestens vorbereiteten und vielseitigen Chorprogramme. Ein Feedback aus dem Teupitzer Publikum mag stellvertretend dafür stehen, was so ein „von außen“ hereingetragenes Fest für die Einheimischen bedeuten kann: „Es waren diesmal nicht die lauten Lautsprecherklänge, die wie bei anderen Stadtfesten bis in die Nacht hinein die Straßen von Teupitz erfüllten, sondern Chorstimmen.“

Bericht in der Märkischen Allgemeinen:

http://www.maz-online.de/Lokales/Dahme-Spreewald/Eine-ganze-Stadt-klingt

Chorplakat Frühlingskonzert Zeuthen am 24.04.2016 V4Frühlingskonzerte "Der Winter ist vergangen - Konzerte zum Mitsingen"

von Marianne Jacobs-Dahlmann

Wenn ein Chor „Lust auf Frühling“ machen und seine Zuhörer zum Mitsingen motivieren will, muss er sich was einfallen lassen. Dem Gemischten Chor Königs Wusterhausen ist das mit zwei anspruchsvollen Konzerten in Friedersdorf und in Zeuthen gelungen. Dass der Schülerchor der Musikbetonten Gesamtschule „Paul Dessau“ dabei zum Partner für ein erstes gemeinsames Konzert wurde, erwies sich als gelungener Start in eine hoffnungsvolle Zukunft. In der evangelischen Kirche in Friedersdorf begeisterte das KW-er Chorensemble unter der Leitung von Andreas Wiedermann und Stefanie Haupt am Samstag seine Gäste beim ersten Frühlingskonzert 2016. „Ein Konzert zum Mitsingen“, diese Ermunterung hatte sie zahlreich in das altehrwürdige Gotteshaus gelockt „und wir wurden nicht enttäuscht“, so das Resümee des Wolzigers Lindhorst Schalk. Einmal mehr war es auch den beiden Moderatoren Ronni und Florian gelungen, markant Punkte zu setzen. Sie zauberten vor dem geistigen Auge des Publikums eine Imagination, die das Hörerlebnis auch fühlbar machte. Handwerklich ausgezeichnet und voller Energie und Lebensfreude zog der Chor aus vollem Herzen alle Register. Zu den Perlen eindrucksvoller und wundervoll klingender Chorliteratur zählten im knapp zweistündigen Programm aus Händels Feuerwerksmusik „Alles, was Odem hat“. Doch von jeher haben Komponisten und Textschreiber den Aufbruch in der Natur zu pointierten Interpretationen genutzt. Andreas und Stephanie ließen ihnen mit einem Volkslieder-Potpourri in eindrucksvoller Programmgestaltung nachspüren. Brahms mit dem „Mailied“, Mendelssohn Bartholdy und sein Frühlingslied, Löns und „Alle Birken grünen“ und auch Silcher mit dem „Ännchen von Tharau“ gerieten mit 22 Programmpunkten zu einem unvergesslichen Erlebnis. Eine Freude war es, den mit Zuschauerstimmen gemischten großen Chor zu erleben, wenn sie unter anderem versicherten, dass „alle Vögel schon da“ sind und sie das Feinsliebchen vermuten, das da „von draußen reinkommt“.

Am Sonntag füllte in der Martin Luther-Kirche Zeuthen der Jugendchor der Musikbetonten Gesamtschule Paul Dessau unter der Leitung von Tanja Schick das gastgebende KW-er Ensemble für ein anspruchsvolles Konzertprojekt auf 80 Mitwirkende auf. Der Sakralbau bebte, als der Chor raumgreifend „Viele verachten die edle Musik“ von Bachofen in der Bearbeitung von Gottfried Wolters und Dieter Lux sang. Getragen von Anmut gelang ihm eine gespannte Aufmerksamkeit für Text, Musik und Stimmgewalt bei einer Homage an die erwachende Stadt, wenn sie sich aus tristem Grau der Nacht löst: „Es geht ganz sacht auf Früh“. Auch mit ihrem eigenen Liederzyklus, der in ein heiteres Furioso mündete, bewiesen die Schülerinnen und Schüler der 8. bis 13. Klassen, dass ihre Entscheidung für das Wahlpflichtfach Musik sie für die Chorarbeit in hohem Maße motiviert hat. Es war ein Hörerlebnis. Der Gemischte Chor Königs Wusterhausen hat mit seiner Ermunterung zum Mitgestalten und Mitsingen auch in Zeuthen beim Publikum gepunktet. Nicht so leider bei der kleinen Lilli aus Berlin-Pankow, die ihren Papa, den Dirigenten des Chors, erfolglos löcherte: Wann singen die nun endlich „Alle meine Entchen?“             

Chorplakat Neujahrskonzert 16.01.2016 V2

gemeinsam mit der Tower Jazzband„Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit.“ Diese Zeilen aus Peter Roseggers Gedicht „Zum neuen Jahr“ waren Gedanken, die sich wie ein roter Faden durch diesen Nachmittag zogen. Doch es ging um Musik, um Lieder und um Jazz-Klänge. Und alle Fans, die einen wie die anderen, kamen auf ihre Kosten. Mit dem mehrstimmigen Gesang von „Alta Trinita beata“ und dem Schein von Kerzenlicht zog der Chor ein. Dann durfte hier im Hause der gesungene Psalm 150 „Alles, was Odem hat“ nicht fehlen. Die Herren der Tower-Jazzband Berlin entführten die Zuhörer in die Welt von Swing, Dixieland und Blues. Seit 1962 besteht dieses Ensemble und war auch zu Gast beim 1. Dixieland-Festival 1971 in Dresden, was durch unseren ehem. und inzwischen leider verstorbenen Chorleiter, Joachim Nitsch, mitbegründet und Jahrzehnte mit organisiert worden war. Schnell zog die Band das Publikum in ihren Bann und der im Jazz so übliche Szenenapplaus wurde reichlich geschenkt.

Jürgen Golle‘s „Es blüht der Winter im Geäst“ und andere Lieder zur Jahreszeit erklangen von den Frauen und Männern des Chores unter der wechselnden Leitung von Andreas Wiedermann und Stefanie Haupt. Dann erfuhr man, was in Regensburg an der Donau so alles los ist und wie man auch ohne Ruder über einen See kommt. (Solche Jahrhunderte alte Weisheiten kann man immer gebrauchen.) Gemeinsam, Band und Chor, ließen die Kirche beim „Boogie-Woogie“ förmlich beben und, man glaubt es kaum, „Horch, was kommt von draußen rein“, das alte deutsche Volkslied mit improvisierten Klängen von Klarinette, Posaune und Schlagzeug. Anschließend hatte die Jazz-Band die „Bühne“ in der Kirche mit mehreren Titeln für sich allein. Und danach, quasi aus dem Nichts erhob sich die Stimme von Stefanie und, aus beiden Seiten des Kirchenschiffs nach vorn kommend, ergänzte der Rundgesang des Chores den norwegischen Hochzeitsmarsch. Beim abschließenden „Dona nobis pacem“ sangen, wie erwünscht, viele mit. Den Zuschauern gaben alle gemeinsam mit „Rock my soul“ noch einen Ohrwurm mit ins Neue Jahr. – Danke, dass dies in der evangelischen Kirche möglich war.

     2015

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Bei langjährigen Chormitgliedern haben sich die Familien schon darauf eingestellt, der oder die Sängerin macht sich am 24. Dezember nach dem Mittag auf in das Achenbach-Krankenhaus in KW zum Weihnachtslieder-Singen. Seit nun schon 25 Jahren. Immer wieder und immer wieder mit Freude, um Freude auch in vielleicht schwerer Zeit zu verbreiten. Und die Lieder kamen an bei Patienten, Besuchern und den diensttuenden Schwestern, Pfleger und Ärzten. Man ließ es uns spüren, die wir unter der Leitung von Andreas Wiedermann sangen. - Was wir wie immer zum Abschluss im Foyer gesungen haben, verrate ich ihnen heute nicht. Schauen sie doch mal bei den Vorjahren nach.

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Berlin. Gendarmenmarkt. Weihnachtszauber. Und der Gemischte Chor Königs Wusterhausen durfte seine Lieder erklingen lassen. Tadellos organisiert von Ronni und dirigiert von Andreas Wiedermann konnten zur vollsten Zufriedenheit der Zuschauer unsere Weihnachtslieder erklingen. „Ding dong bells“, dieser Glockenklang ertönte zuerst. Viel Beifall gab es bei „Huhn und Hahn und Küchelchen all“. Ja, Weihnachten ist doch ein Fest der Christen aller Länder. Da durften auch „Dormi, dormi, bel bambin“ und „The first nowel“ hier in der Hauptstadt nicht fehlen. Und die Klangbreite vom Chor war besonders zwischen „Still, still, weil´s Kindlein schlafen will“ und dem später gesungenen „Hoch tut euch auf, ihr Tore der Welt!“ zu erkennen. – Ob wir im nächsten Jahr wieder kommen dürfen? 

Endlich war es soweit - endlich wieder ein Konzert in der Schenkendorfer Dorfkirche. Ein liebevoll gestalteter kleiner weihnachtlicher Markt empfing uns und die vielen Besucher. Kaffee und Kuchen, Glühwein und Kutschfahrten, alles dabei. Zu 17 Uhr strömten dann zahlreich Gäste in unser Konzert, was uns sehr gefreut hat. Warme herzliche Worte von Pfarrer Hartmut Hochbaum eröffneten die musikalische Stunde, bei der das Publikum auch zum Mitsingen aufgefordert wurde. 

In Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Pfarrer Mielke sangen wir vor allem die heiteren Titel. Diese gefielen ihm über die vielen Jahre besonders. 
Auch wenn in diesem Jahr nur 2 Konzerte zur Adventszeit auf den Programm standen, hat sich die Probenarbeit gelohnt. Es hat Freude bereitet, in so viele heitere und freundliche Gesichter zu schauen. Nun freuen wir uns auf den Berliner Gendarmenmarkt und am Heiligabend auf das Singen im Krankenhaus. Ohne dies kein Heiliger Abend!

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Mit dem Gemischten Chor KW beschwingt durch musikalische Abenteuer

So unvergleichlich bunt und beschwingt, wie sich der Oktober präsentiert, hat der Gemischte Chor Königs Wusterhausen (KW) in der Dorfkirche Halbe (3.10.) und im Dorfgemeinschaftshaus Diepensee (4.10.) den Goldenen Herbst besungen. „Wir möchten mit unserem Herbstkonzert den Umbau der Dorfkirche von Halbe unterstützen“, hatten Ronni Krzyzan und Florian Kießling bei ihrer Moderation dem Förderverein zum Erhalt des Baudenkmals versprochen. Einen Tag später, im Dorfgemeinschaftshaus von Neu-Diepensee, waren der Trägerverein und die Bevölkerung zum „Dankeschön-Konzert“ eingeladen. Der Gemischte Chor Königs Wusterhausen hat dort an jedem Montag mit seinen Proben-Abenden ein Zuhause. Chordirigent Andreas Wiedermann  bewegt den vielstimmigen Klangkörper mit plakativ umgesetzten Melodien und Texten kontrastreich durch musikalische Abenteuer, die beim Publikum gespannte Aufmerksamkeit finden. So lässt er den Chor beim Liebeslied oder dem Birkenbaum und dem schönen alten Volkslied „In einem kühlen Grunde“ sanfte, fast leidenschaftliche Linien setzen. Mal besinnlich, dann wieder fröhlich heiter, lassen die Chorsängerinnen und –sänger ihre Gäste klanglich teilhaben an jenem Erleben, das Wortschöpfer wie Joseph von Eichendorff, Theodor Storm oder Friedrich Silcher in Liedern zurück ließen. Bis auf den letzten Stuhl ein volles Haus hat am Sonntag in Diepensee musikalisch Bekanntschaft gemacht mit einem Beschwerde führenden Karpfen, den das maßlose Gackern von Hühnern auf die Palme bringt, mit dem vielbesungenen Ännchen von Tharau, und es  hat sich auch einladen lassen zu einer frohen Fahrt im Nachen, wo – so im Text – Himmel und Erde lachen. Wo Interpretationen gepaart mit einer umwerfend heiteren Choreografie dem Chor im Spiel Experimentierfreude und (fast!) freie Hand lassen, ist Vizedirigentin Stefanie Haupt als Arrangeurin mit am Werk: „Jetzt fahr‘n wir über‘n See“, doch ohne Ruder? Das Geschehen eskaliert, das Gefolge rebelliert und Aus! Gänzlich ausgelassen aus dem Häuschen gerät der  Chor  jedoch, wenn als Zugabe sein Boogie-Woogie herausgeklatscht wird. Die effektvoll gestaltete Musikimprovisation inspiriert Lebensfreude pur, der Rock’n Roll der 50er Jahre juckt in den Beinen und der Saal swingt.

„Ich habe ein musikalisches Abenteuer erlebt“, stellte die 80jährige Gisela Vogel aus Diepensee zum Schluss der Veranstaltung fest. „Erwischt“ habe sie sich dabei, nach vielen Jahren erstmals wieder die Stimme erhoben und mitgesungen zu haben.

Marianne Jacobs-Dahlmann

Andreas Wiedermann lädt das Publikum bei "Bunt sind schon die Wälder" zum Mitsingen ein, Foto: Robert Retzlaff

In der Dorfkirche von Halbe

 

      BCV-Präsident Jörg Schönbohm bei der Begrüßung,

Foto: Jürgen Rammelt

Andreas Wiedermann erhält die Fritz-Höft-Medaille des BCV aus den Händen von Vizepräsidentin Vera Schmidt,

Foto: Jürgen Rammelt

 

Nach dem Singen im Heckentheater nimmt unser Bassist René Hasselberg dieTeilnahmeurkunde entgegen.

 

Ein Brief an den Chor von Ehrenmitglied Renate Wilms:

Wider Erwarten hatte ich die Möglichkeit am 12. September, für meinen   Mann und für mich noch kurzfristig Karten für die Festveranstaltung „25   Jahre Brandenburgischer Chorverband“ zu bekommen. Und so war ich ja wohl die einzige unter uns Königs Wusterhausenern, die diese wunderbare Feier im Rheinsberger Musiktheater von Anfang bis zu Ende miterleben konnte. Es tat mir für euch sehr leid, dass ihr viele der besonders gelungenen Höhepunkte, die es in diesen fast zwei Stunden gegeben hat, nicht mitbekommen konntet. Und so möchte ich versuchen, euch auf diese Weise über einige davon zu informieren.

Da waren es ja vor allem deine drei Brandenburger Chöre, Andreas, die sowohl in ihrem eigen ständigen Auftritt als auch in ihrem gewaltigen Zusammenklang zu hören waren. Es waren aber auch die einfachen Volkslieder, denen du durch ein gekonntes Arrangement eine besondere Note zu verleihen in der Lage bist. Bei eurem Auftritt im Heckentheater zumindest hattet ihr alle ja doch noch die Möglichkeit, auch die anderen beiden Chöre von Andreas zu hören.

Jedoch beim nachmittäglichen Bummeln durch den Rheinsberger Schlossgarten hörten wir hier und dort Klänge dieses oder jenes anderen Chores. In so einigen Chören hörten wir vereinzelte Sänger voller Lust und Freude besonders deutlich heraus. Und da wurde mir bewusst, dass es dir so gut gelingt, einen unbedingt harmonischen Klang in jeden deiner Chöre zu bringen. Und dieses Bemühen bist du bestrebt, bei deinen alljährlichen Chorleiterseminaren in Rheinsberg, auch den anderen Chorleitern zu übermitteln. Wieder einmal wurde mir bewusst, welch wertvolle Arbeit du nicht nur in deinen eigenen Chören, sondern auch für andere Chöre leistest. Und so war es denn auch absolut verdient, dass man dich an diesem Festtag mit der Fritz-Höft-Medaille geehrt hat.

Aber es gab ja noch eine zweite Ehrung besonderer Art, die ihr alle bedauerlicherweise Weise nicht mitbekommen konntet. Da war es der Laudator, der seine Freude besonders darüber ausdrückte, dass auch junge Sänger zu den Chören kommen, dass diese nicht nur lange dabei bleiben, dass sie sich nicht nur für ihren eigenen Chor engagieren, sondern auch weit darüber hinaus. Bald wurde mir nach diesen Anfangsworten klar, dass es sich um unsere Ronni handeln musste, und so war es ja auch. 15 Jahre jung war sie, als sie Mitglied unseres Chores wurde! Und gar bald nach Gründung des BCV, fing sie an, sich in dessen Präsidium einzubringen, brachte Vorschläge ein, wie man die dortige Arbeit mittels moderner Technik rationeller gestalten kann. Daneben wirkte sie stets aktiv in unserem Chor: Seit Jahren achten und schätzen wir sie – neben Florian - als gekonnte Moderatorin!

Und Ronni war es ja auch, der es vor neun Jahren gelungen ist,  als Achim keine Kraft mehr für eine weitere Chorleitertätigkeit aufzubringen in der Lage war, dich, Andreas, für unseren Chor als Chorleiter zu gewinnen.

Zuvor noch, mit musikalischer und instrumentaler Unterstützung durch Achim, hattest du ja selbst eine kleine Chorgruppe geleitet, mit der wir dann und wann unsere Programme bereichern konnten. Schon lange bis du, Ronni, aus unserem Chor nicht mehr wegzudenken! Stets bist du aktiv, agierst zumeist im Hintergrund. Aber immer spüren wir, dass du deine Hände dazwischen hast, achten deine unbedingte Zuverlässigkeit und deine nie endende Einsatzbereitschaft!

All diese deine Aktivitäten wurden an diesem Tag zu recht mit der Verleihung der Leo-Wistuba-Medaille geehrt, was ich mit besonderer Freude zur Kenntnis genommen habe.

Ich hoffe sehr, dass ich euch mit diesen meinen Worten einen kleinen Einblick in einige der besonderen Höhepunkte der Festveranstaltung verschaffen konnte.

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